Wachstum und Neuerungen

Eine Gebetsbewegung breitet sich auf die ganze Schweiz aus! Livenet sprach mit Susanne Täubert

Die Gebetsbewegung «Moms in Prayer» (MIP) Schweiz deckt seit kurzem jeden einzelnen Schweizer Kanton mit einer Gebetsgruppe ab. Das Ziel der Mütter, die für ihre Kinder, die Lehrer und die Schulen beten, ist, dass mit der Zeit hinter jeder Schule eine Gebetsgruppe steht. Livenet sprach mit MIP-Sprecherin Susanne Täubert über das Wirken der grössten Gebetsbewegung der Schweiz.

Susanne Täubert, im vergangenen Jahr feierte «Moms in Prayer» das 25-jährige Bestehen. Wie hat sich die Arbeit von MIP in all diesen Jahren gewandelt?
Susanne Täubert: Vor 25 Jahren startete MIP in der Schweiz mit einer Mutter, welche die Idee aus den USA in die Schweiz brachte und mit anderen Müttern eine Gebetsgruppe gründete. In den USA begann MIP bereits zehn Jahre zuvor und breitete sich als globale Bewegung auf alle Kontinente aus. Die Schweiz war das erste Land in Europa mit MIP-Gruppen. So waren die letzten Jahre vor allem geprägt von Wachstum. Wir decken mit unseren über 1'500 Gebetsgruppen alle Kantone ab und sind damit noch immer an der europäischen Spitze – auch wenn erfreulicherweise immer mehr Länder nachziehen.

Noch immer bildet die wöchentliche Gebetsstunde den Kern von Moms in Prayer, zu welcher sich die Mamis in den Gruppen bei jemandem zu Hause treffen. Hinzu gekommen sind schweizweite Konferenzen wie unsere Jubiläumsfeier letztes Jahr mit rund 1'600 Frauen, regelmässige regionale Austauschtreffen, an welchen wir von unseren Gebetserhörungen erzählen und uns gegenseitig ermutigen, oder Leiterschaftsausbildungen für unsere Leiterinnen. Auch werden wir immer wieder von Kirchen und christlichen Organisationen für Workshops oder Referate angefragt, in welchen wir unsere Gebetsmethoden näherbringen.

Gibt es Herausforderungen, die in den letzten Monaten oder Jahren grösser geworden sind?
Wir beobachten, dass junge Mamis schneller zurück im Berufsalltag sind und daher weniger Zeit haben für das Gebet. So müssen sich die Gebetszeiten um die Arbeitszeit herum geplant werden, oder sich nach der immer beliebteren Teilzeitarbeit richten. Zusätzlich möchten wir jüngere Mütter vermehrt über den digitalen Weg erreichen. Unsere Kanäle auf den Sozialen Medien sollen das Gebet für unsere Kinder auch in den stressigen Alltag tragen – mit Bibelversen fürs Gebet auf Instagram oder inspirierenden Talks auf YouTube.

Gibt es neue Projekte, die bei Ihnen anstehen?
In der letzten Zeit arbeiteten wir stark an unserem Auftritt. Zur Sichtbarkeit im digitalen Raum gehört auch ein ansprechender Auftritt. Neben der verstärkten Aktivität auf den Sozialen Medien äussert sich das mit dem neuen Logo der weltweiten Bewegung, einem moderneren Farbkonzept, sowie unserer ansprechenden und modernen Website von MIP Schweiz, welche gerade eben aufgeschaltet wurde. Solche kleinen Änderungen helfen, sich mit der Bewegung zu identifizieren und motivieren, am wertvollen Gebet für unsere Kinder und Schulen dranzubleiben.

2018 sagten Sie, dass sie davon träumen, dass jede Schule in der Schweiz und in Europa und auf der ganzen Welt eine MIP-Gruppe hinter sich hat. Was konnte diesbezüglich in den letzten Monaten erreicht werden?
Das ist die grosse weltweite Vision von Moms in Prayer International und motiviert, täglich in diese Richtung vorwärts zu gehen. In der Schweiz sind nun alle Kantone abgedeckt – das ist schon ein grosser und wichtiger Schritt. Dass jede Schule eine solche Gebetsgruppe erhält, bleibt das Ziel vor Augen, soweit sind wir noch nicht. Die Schweiz zählt über 10'000 Schulen, mit unseren über 1'500 Gruppen decken wir bereits einen beträchtlichen Teil davon ab. Wir sind gespannt, wie sich die nächsten 25 Jahre entwickeln – wir haben einen grossen Gott, ihm ist alles möglich. Heute zählen wir über 5'300 Mamis, die in unseren Gruppen beten und es kommen laufend mehr dazu. Inzwischen gibt es auch Gruppen für Grossmütter, die für ihre Enkel beten. Wir machen den Fächer auf – mit dem Schulaustritt hört das Gebet für unsere Kinder nicht auf, wir sind ein Leben lang Mamis und haben somit immer Anliegen rund um unsere Kinder.

Was berührt Sie bei Ihrer Arbeit besonders?
Unser Gebet bewirkt unglaublich viel: Es ist so viel Segen, der auf die Kinder fliesst, weil Gott wirklich Grosses tut. Wir sehen immer wieder ganz konkrete Gebetserhörungen. Das können kleine oder grosse Dinge sein. Gott ist sehr kreativ und oft sind wir einfach nur verblüfft davon, wie er handelt, womit unser Glaube enorm gestärkt wird. Hinzu kommen die wertvollen Freundschaften zu anderen Mamis, welche durch das Gebet in den Gruppen entstehen.

Können Sie ein, zwei Geschichten kurz erzählen, bei denen Menschen durch MIP etwas Besonderes mit Gott erlebt haben?
Wir hören viele Geschichten rund um die Lehrstellensuche. Zum Beispiel erlebte ich in unserer MIP-Gruppe, dass der Sohn einer Gebetsfreundin noch im Juni eine Lehrstelle suchte, während seine Schulfreunde längst die Verträge unterzeichnet hatten. Mit der Zeit wurde der Druck immer mehr zur Belastung und das 10. Schuljahr, welches er unbedingt vermeiden wollte, rückte näher. Wir blieben im Gebet dran und noch im laufenden Monat konnte sie uns freudestrahlend und erleichtert erzählen, dass er eine Zusage erhalten hätte. Wenige Wochen später startete er mit viel Freude seine Lehre in einem tollen Betrieb.

Wir haben immer wieder schnelle Erhöhungen erlebt, aber oft mussten wir auch lange dranbleiben – aber Gott kommt nicht zu spät. Bei einem eineinhalbjährigen Jungen hörten wir die erschreckende Diagnose, dass er gehörlos sei. Er bewegte sich kaum und konnte noch nicht laufen. Das gezeichnete Bild war düster: Mit dieser Diagnose prognostizierten die Ärzte eine grosse Gefahr für Depressionen und Suizid. Die MIP-Mutter blieb über all die Jahre treu im Gebet für ihn. Die Prognosen trafen nicht ein, trotz Hörbehinderung behielt der Junge seine Freude am Leben stets bei. Als ausserordentlich fröhlicher und aufgestellter junger Student blickt er in seine Zukunft.

Was wünschen Sie sich für die nächsten Jahre bei MIP?
Für die Zukunft wünschen wir uns ein noch grösseres Wachstum von neuen MIP-Gruppen in jedem Kanton. Dass jede gläubige Mutter realisiert, wie wichtig das Gebet für ihre Kinder, die Lehrer und die Schulen ist und sie mit Gott an ihrer Seite viel bewegen kann. Insbesondere in der Romandie, im Tessin sowie in der Inner- und Zentralschweiz möchten wir unser Potential stärker ausschöpfen. Das grosse Ziel bleibt: Jede Schule in der Schweiz soll durch eine Moms in Prayer Gebetsgruppe gesegnet sein.

Ein Interview von livenet.ch

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